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Bevor wir in ausgefallene Dinge eintauchen, müssen wir das „Alphabet“ von Python verstehen — die grundlegenden Regeln und Bausteine, die du jeden Tag verwenden wirst. Betrachte diese Lektion als das Lernen, wie man mit Python in seiner eigenen Sprache spricht.

Python ist, was man eine interpretiere Sprache nennt, was so viel bedeutet, dass du eine Codezeile schreiben, Enter drücken und zack — sie läuft sofort. Keine langen Kompilierungsschritte, kein „Bauen“ deines Projekts über Minuten, bevor du sehen kannst, ob es funktioniert. Sofortiges Feedback. Das ist einer der Gründe, warum es so viel Spaß macht, es zu lernen.

Es ist auch eine hohe Programmiersprache, was bedeutet, dass du dich nicht um niedrige Computerdetails wie Speicheradressen oder CPU-Befehle kümmern musst. Stattdessen kannst du dich auf Problemlösung und das Umsetzen von Ideen konzentrieren.


Variablen und Datentypen

Variablen sind wie beschriftete Boxen, in denen du Informationen speicherst.
Wenn du die Informationen später brauchst, nennst du einfach das Label, und Python öffnet die Box für dich.

Hier ein Beispiel:

name = "Lucas"     # string
age = 27           # integer
height = 1.75      # float
isAdult = True     # boolean

Benennungstipps: Du kannst deine „Boxen“ fast beliebig benennen, aber es gibt ein paar Regeln. Variablennamen müssen:

  • Mit einem Buchstaben oder Unterstrich beginnen.
  • Niemals mit einer Zahl beginnen.
  • Nur aus Buchstaben, Zahlen und Unterstrichen bestehen (keine Sonderzeichen wie @, $, %, usw.).
  • Kein Python-Schlüsselwort sein (z.B. "if", "for", "class").
  • Keine Leerzeichen enthalten, da Python dann jedes Wort als unterschiedliche Variable behandelt.

TIPP: Verwende klare Namen, die beschreiben, was in der Variable steckt. „height“ ist besser als „h“.

Diese Regeln gelten später auch für Funktionen und Klassen, wenn wir sie kennenlernen.

Mathematik in Python

Python kann dein Rechner sein. Die üblichen Operationen funktionieren genau wie erwartet:

a = 10
b = 5

print(a + b)  # 15  (Addition)
print(a - b)  # 5   (Subtraktion)
print(a * b)  # 50  (Multiplikation)
print(a / b)  # 2.0 (Division, gibt immer eine Kommazahl zurück)

Es gibt auch ein paar zusätzliche Operatoren, die nützlich sind:

  • % → Rest (was nach der Division übrig bleibt)
  • ** → Potenz (hochheben zu einer Potenz)
  • // → ganzzahlige Division (Divison ohne Nachkommastellen)

Beispiel:

print(7 % 3)   # 1 (7 geteilt durch 3 ergibt Rest 1)
print(2 ** 3)  # 8 (2 hoch 3)
print(7 // 3)  # 2 (ganzzahlige Division)

Hinweis: Python respektiert die übliche mathematische Reihenfolge der Operationen (Klammern → Potenzen → Multiplikation/Division → Addition/Subtraktion).

Eingabe und Ausgabe

Wenn wir nur Dinge ausgeben würden, wäre Programmieren schnell langweilig. Wir brauchen auch eine Methode, Informationen vom Nutzer zu erhalten.

Dafür gibt es input():

name = input("Wie heißt du? ")
print("Hallo,", name)

Wenn Python auf eine input()-Zeile stößt, pausiert es und wartet darauf, dass der Nutzer etwas eintippt und Enter drückt. Was der Nutzer eingibt, wird als String gespeichert.

Beispiel: Ein einfacher Taschenrechner

Kombinieren wir alles, was wir bisher gelernt haben:

x = int(input("x = "))
y = int(input("y = "))
print("x + y =", x + y)

So funktioniert das:

  1. Wir fragen den Nutzer nach x und y.
  2. Wir packen input() in int(), damit das Ergebnis von Text zu einer Zahl wird.
  3. Wir addieren die Zahlen und geben das Ergebnis aus.

TIPP: Wenn du vergisst, int() zu verwenden, wird Python versuchen, Strings „zu addieren“ — und anstatt Mathe zu machen, werden die Texte aneinandergereiht. Zum Beispiel: "2" + "3" = "23".


Jetzt hast du die wichtigsten Bausteine kennengelernt: Variablen, Datentypen, mathematische Operatoren, Eingabe und Ausgabe. Das sind die „Verben“ und „Nomen“ deines neuen Python-Vokabulars. In der nächsten Lektion lernen wir, wie Python Entscheidungen trifft — denn deine Programme werden bald viel intelligenter.